Brückenbauer                                                Werner  Streicher

Zu den wertvollsten Geschenken, die ich in meinem Leben erhielt, gehören meine Ehefrau Kerstin, die drei erwachsenen Söhne und deren Frauen und Kinder, unsere drei Tierfreunde, sowie mein eigener Lebensweg mit all seinen Höhen und Tiefen.  Die Geschenke, die das Leben für mich bereithielt kamen zu mir, während ich eine  "äußere und eine innere Lebensschule" besuchte:

 

In der "äußeren Lebensschule" lernte ich zunächst zu akzeptieren, dass mein Notendurchschnitt nicht ausreichte, um mein Traumfach Medizin studieren zu können. Es folgten die Stationen Krankenpfleger, Sporttherapeut für Rehabilitation, Heilpraktiker für Psychotherapie, Therapieleiter in der Herzrehabilitation, der Suchtrehabilitation, der Gynäkologie, der Orthopädie und der Psychiatrie, Betriebsleiter eines Gesundheitszentrums und einer Therme, sowie CEO einer Klinik. In einem Kurort freute ich mich darüber, den Menschen die Wirkung der Naturheilmittel  Sole, Moor und Kohlensäure näher bringen zu dürfen.  Meine Forschungstätigkeit in den USA auf dem Gebiet der Herzkreislauf-Physiologie  gab mir einen noch tieferen Einblick in die gesundheitsbezogenen Fragen und Bedürfnisse von Menschen. Als Direktor und Team-Mitglied einer renommierten Schwyzer Klinik gelang uns von 2013-2015 die Transformation zu einer Klinik mit einem inter-professionellen Konzept in den Bereichen Naturheilverfahren, Psychiatrie, Schlafmedizin und Hausarzt-Medizin.  Ab 2025 folgte ich meiner Berufung, Mentor, Magier und Seelenfreund für Menschen zu sein, die sich der Herausforderung stellen, zu fühlen, wer sie wahrhaftig sind.

 

In der "Inneren Lebensschule" erlebte ich ein erstes Erwachen mit 18 Jahren, als ich sehr unter der gewaltsamen Kommunikation zwischen meinen Eltern litt. Ich bekam die Eingebung: "Werde Brückenbauer, führe die Menschen aus der Dunkelheit ins Licht, aus dem erlebten Schmerz in die Freiheit".  Meine jahrelangen Bauchschmerzen und die damit verbundene Traurigkeit, bekamen so einen Sinn. Ich suchte von da an immer nach Wegen, Menschen aus dem Tal der Tränen in die Heilung zu bringen. Schon früh als Kind spielte ich die Rolle des "Ersatz-Ehemannes" für meine Mutter, und später bildete ich mir ein, meinen Vater aus seinem Alkoholkonsum befreien zu können. Diese Versuche scheiterten mit 38 Jahren in einer Scheidung und in einer räumlichen Trennung von den geliebten Söhnen. In dieser Zeit erlebte ich ein "zweites Erwachen".  In den Fokus rückte meine Suche nach einer Form der Liebe, die nicht wie bisher in meinem Leben an Bedingungen geknüpft war. Als ich in Kontakt mit dieser reinen Liebe kam, konnte ich mich zum ersten Mal in meinem Leben für ein tiefes Gefühl von Dankbarkeit für meine Eltern öffnen, dass sie mir das Geschenk bereitet hatten, bei ihnen inkarnieren zu dürfen, und Vergebung geschah auf allen Ebenen und befreite uns alle.

 

Als Mentor, Magier und Seelen-Freund in Transformation-Prozessen  fokussiere ich mich seit 2015 auf die Begleitung und Unterstützung von Menschen auf ihrem Weg vom Leid ins Licht.. Ich unterstütze sie dabei, alte Verletzungen aufzulösen, die einseitige Ausrichtung auf den äusseren Erfolg zu hinterfragen und das ersehnte Licht an die Stelle der bisher erfahrenen Dunkelheit zu setzen. In den Vordergrund rückt dabei die Frage "Wer will ich nicht mehr sein?" und daraus ergibt sich irgendwann die Frage "Wer oder was bin ich denn wirklich?" "Wer oder was bin ich in meiner unbegrenzten wahren Essenz?" Bei dieser inneren Arbeit erlebte ich mein "drittes Erwachen".  Ich erkannte, dass wir  Menschen die Möglichkeit haben,  unsere eigene Lebens-Wirklichkeit, in jedem Augenblick unseres Lebens neu zu erschaffen. Ich erkannte, dass Astrid Lindgren mit ihrem Buch Pippi Langstrumpf genau diese Gestaltungsfreiheit so wundervoll beschrieben hatte. Ich lernte anzuerkennen, dass ich mich in einem illusionären selbst gezimmerten Gefängnis aus Leid, Schmerz, Hilflosigkeit und Ausgeliefert sein befunden hatte. Diesen Ort zu verlassen, das wurden meine ersten Schritte in die wahrhaftige Freiheit. "Ich" lernte, mich selbst und mein Gegenüber so anzunehmen, wie wir wahrhaftig sind, als Menschen,  die im Wesenskern reines göttliches Licht und somit reines Gewahrsein sind.